Mein Baby trinkt nicht

Es gibt Babys, die wollen einfach nicht richtig trinken. 

Es schreit und wehrt sich beim Trinken, bis dass Füttern für alle Beteiligte zum Albtraum wird. Oder es wird genuckelt und getrödelt, zwischendurch
wird wieder ein wenig geschlafen – so dass Eltern das Gefühl haben,
sie tun nichts anderes als „füttern“. So etwas kann – gerade in der ersten
Zeit, in der die Mütter noch etwas unsicher sind – das Nervenkostüm ganz schon auf die Probe stellen.

Für dieses Verhalten gibt es die unterschiedlichsten Gründen, so z. B. folgende: Sensible Kinder benötigen häufig mehr Körperkontakt mit der Mutter als andere. Das Fühlen, Riechen, die Stimme hören, das Schaukeln und das Streicheln sind Zärtlichkeiten, die sie genießen und sich geborgen und beschützt fühlen. Andere Kinder hingegen sind schon zufrieden, wenn sie satt werden, dann noch ein bisschen schmusen -  und schnell wieder ins Bettchen gelegt werden!

Da Kinder schnell abgelenkt werden, ist die Ruhe beim Füttern ebenfalls wichtig. Versuchen Sie sich während des Fütterns Ruhe und Zeit zu nehmen, so dass Ihr Kind entspannt trinken kann. Es gibt Babys, die fühlen sich in der Trinkphase am wohlsten bei der Mama – brauchen dieses feste Ritual – anderen wiederum macht es gar nichts aus, wenn der Vater, die älteren Geschwister oder die Oma füttert.

Sie sind sich nicht sicher, ob das Stillen oder die Flaschennahrung das Richtige für Ihr Baby ist oder wollen gerade auf Flaschennahrung umstellen? Diese Verunsicherung könnte Ihr Kind auch spüren, so dass es darauf mit Trinkproblemen reagiert. Ein Baby ist halt sehr sensibel und spürt eventuell Ihre Unsicherheit. Haben Sie keine Bedenken, Sie als Mama wissen schon, was für Ihr Baby richtig ist.

Babys haben schon einen sehr ausgeprägten Geschmackssinn. Vielleicht mag das Baby die von Ihnen gewählte Flaschennahrung nicht und protestiert mit Quengeln und schlechtem Trinken. Versuchen Sie dann einfach ein neues Produkt eines anderen Anbieters für Babynahrung.

Wichtig ist auch der richtige Sauger. Dieser sollte nicht zu groß und nicht zu klein gewählt werden. Auch auf die Öffnung des Saugers sollte geachtet werden. Bei einer zu kleinen Öffnung muss sich das Kind sehr anstrengen und fängt u. U. vor Hunger an zu weinen. Bei einer zu großen Öffnung verschluckt es sich evtl., so dass es beim Trinken Angst bekommt. Die Nahrung sollte sehr gut geschüttelt werden, damit sich keine Klümpchen vor das Saugerloch setzen können.

Die Trinkmenge ist bei jedem Kind anders. Es gibt Kinder, die mit einer kleinen Menge gut gedeihen, andere brauchen doppelt so viel. Nimmt das Kind auch bei geringerer Trinkmenge gut zu, braucht man sich keine Sorgen machen, denn in den ersten Monaten darf das Baby so viel trinken, wie es möchte, ebenfalls kann man Tee und Wasser anbieten, wenn das Kind stark schwitzt.

In den ersten 5 Monaten benötigt ein Baby viel Schlaf, so dass Sie Ihren Zeitplan so legen sollten, dass Ihr Liebling zum Trinken nicht zu müde ist. Dann könnte es sein, dass es bereits beim Trinken einschläft – dann aber natürlich immer noch Hunger hat und der Schlafrhythmus durcheinander gerät.

Sollte Ihr Baby über einen längeren Zeitraum Trinkprobleme haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme oder den Kinderarzt. Hier erhalten Sie Rat und Unterstützung.