Baby und Hund – eine gute Wahl?

Grundsätzlich ja – jedoch sollte es gut überlegt und vorbereitet sein. Ist der Hund schon da, ist es empfehlenswert, diesen vom Tierarzt untersuchen und ggfs. einer Wurmkur, Entlausung oder anliegenden Impfungen zu unterziehen.

Ganz wichtig ist es, dass keine Eifersucht entsteht. Bisher war ihr Hund der Mittelpunkt, doch das ändert sich schlagartig, sobald Ihr Baby da ist. Der Hund sollte durch die Ankunft des neuen Mitbewohners nicht die verdiente Aufmerksamkeit verlieren. Schläft das Baby auf dem einen Arm, kann der Hund mit der anderen Hand gestreichelt werden und fühlt sich so nicht zurückgesetzt. Geben Sie z. B. erst dem Hund sein Fressen und füttern dann das Baby. So hat jeder seine Mahlzeit und der Hund merkt, dass sich für ihn nichts verändert.

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund in den ersten Tagen nicht zu dicht an das Baby oder das Kinderzimmer nicht betritt. Schließlich muss auch er sich erst an den neuen Mitbewohner gewöhnen und ihn akzeptieren. Aber nicht nur das Baby, sondern auch der Hund sollte weiterhin einen Anspruch auf eine Rückzugsmöglichkeit haben – so zum Beispiel sein Körbchen oder die Decke.

Wenn Ihr Kind dann mit dem Krabbeln beginnt, kommt auch für Sie die Zeit, dass Sie ganz besonders aufpassen müssen. Ihr Baby möchte die Umgebung erkunden – und somit natürlich auch den Hund. Sitzt dieser in Greifweite, kann es ohne weiteres möglich sein, dass das Baby das Tier unbewusst kneift ins Fell greift und dieses festhält oder zieht. Was das Kleinkind in den Händen hat, gibt es nicht so schnell frei. Dies könnte Ihr Tier irritieren oder erschrecken und es schnappt zu. Auch wenn es keine Fleischwunde gibt, ist der Schreck sicher riesengroß.

Gute Erziehung ist das A und O. Zum Beispiel muss dem Hund durch Übungen klar gemacht werden, welches sein welches Spielzeug das des Babys ist. Mit Disziplin und Lob für das Tier wird es auch hier sicher keine Schwierigkeiten geben.

Sollten Sie noch in der Überlegungsphase zur Anschaffung eines Hundebabys sein, sollten Sie darüber nachdenken, dass Sie dann gleich zwei Erziehungsaufgaben übernehmen müssen, denn auch Welpen beanspruchen viel Zeit und Zuwendung. Dies kann ohne Frage zu einer Doppelbelastung werden.

Ohne Frage ist ein Hund eine Bereicherung für die Familie und bereitet viel Freude – nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Kind. Nichts desto trotz, ist es vielleicht eine Überlegung wert, sich erst dann einen Hund anzuschaffen, wenn das Kind etwas älter ist.

Diese Überlegungen gelten nicht nur für Hunde, sondern ebenfalls für Katzen, Meerschweinchen, Vögel usw.